Törn-/Bildbericht Mitte Mai 2008
der uns unbekannte Norden und nochmals die Turfroute; danach eine
Rundtour durch Overijssel
Der Vercharterer war diesesmal de Drait
in Drachten. Alle (sehr gepflegten) Schiffe lassen sich mit dem Auto
erreichen und sind mit Bug- und Heckschraube, sowie elektrischen Toiletten
ausgestattet.
Die Preise sind am oberen Ende. Wir haben im Mai für eine 11 m Yacht pro Woche
ca. 1.500.- Euro bezahlt.
Crew:
Inge und Klaus Behrens
Annette und Manfred Peters
Vorbesprechung brauchten wir eigentlich keine, also trafen wir uns in
unserer Heimatstadt Oberhausen
und übten Frühstück.

| 1. Tag von Drachten nach Grou
|
![]() |
||||
| 2. Tag von Grou über Leeuwarden in
das schöne Dörfchen Birdaard Der Morgen empfing uns mit Niesel und ca. 17 Grad. Na ja, wir hatten Mitte Mai und so konnte es nur besser werden. Durch den Princenhof fuhren wir weiter nach Warten und dann über den PMK zügig durch Leeuwarden. Gegen 16.00 Uhr legten wir in Birdaard an BB an und machten eine kurze Siesta. Das früher günstige und einzige Eetcafe it Posthuus hatte sich preislich auch angepasst, aber man gönnt sich ja sonst nichts, zumal keine Liegegelder bezahlt werden mussten. |
![]() |
||||
| 3. Tag von Birdaard nach Dokkum
und weiter durch das Lauwersmeer nach Zoutkamp Da wir die Strecke bis Dokkum ja kannten (für uns ist das Dokkumer Ee immer wieder ein Genuss) erreichten wir noch vor der Mittagspause Dokkum und legten an BB zwischen den beiden Mühlen an. Was hat sich hier in den letzten 2 Jahren alles geändert: neue Uferbefestigung und auf der StB Seite neue Stege. Da sich das Wetter Richtung Sonne entwickelt hatte, beschlossen wir zwecks Nahrungsaufnahme einen kurzen Bummel. Der Bummel war ok, aber wir hatten Sonntag und buchstäblich alle Läden hatten zu. Gut das die Kühlschränke (ja, wir hatten sogar 2) noch gefüllt waren. Die 3. und letzte Brücke kostete uns 45 Min., denn der Brückenwärter musste in der Vorsaison alle drei Brücken bedienen. Dann unsere 1. von "unzähligen" Schleusen ( insgesamt hatten wir danach nur noch 17), aber für uns, nach der Turfrouten Erfahrung, kein Problem. Das Lauwersmeer begrüßte und mit Bft 4-5 und so wurden auch das Deck mal gewaschen. Um 17.00 Uhr erreichten wir den Binnenhafen von Zoutkamp. Einfach nur schön. Die Pizzeria Ancora servierte riesige und sehr leckere Pizzen und es gab sogar einen Eisladen und da es wärmer wurde, mussten einige Mägen dann auch von innen gekühlt werden. |
|
||||
| 4. Tag von Zoutkamp über das
Reitdiep nach Groningen Das Wetter besserte sich und wir fuhren früh ab, damit wir Groningen ausgiebig erkundigen konnten. Im Nachhinein stellten wir fest, dass wir besser länger hätten Schlafen sollen. Fahrtechnisch hatte das Reitdiep bzw. die automatischen Brücken eine Gemeinheit auf Lager: Die Automatik musste ausgelöst werden, aber wo? Jedes Mal war der Meldeknopf woanders. Mal schon fast in der Brücke, mal weit vorne am Meldesteiger. Wir hätten besser telefoniert, aber hätten uns die Einheimischen verstanden? Na ja, irgendwann waren wir durch und näherten und der Oostsluis von Groningen, die 180 m lang und entsprechend breit war. Wer Angst vorm Schleusen hat, sollte mit dieser anfangen, denn die kleinen auf der Turfroute sind viel schwieriger. |
![]() |
||||
![]() am großen Markt |
|
||||
| der 5.. Tag begann mit der
superschnellen Ortsdurch fahrt und führte uns über den Noord-Willems-Kanal nach Smilde. Die letzte Brücke von Groningen nervte. Kein Licht, kein Brückenwärter und wir warteten knapp eine Stunde bis wir die Fahrt fortsetzen konnten. Drei Schleusen und wir verließen die Provinz Groningen und fuhren danach durch Drenthe. ACHTUNG: unterschiedliche Brückenzeiten in diesen beiden Provinzen. Wir wollten ursprünglich weiter Richtung Appelscha, aber in Smilde machten die Brücken schon um 17.00 Uhr zu. Schade. Wir wurden aber entschädigt durch einen ruhigen und kostenlosen Liegeplatz. Daher Happi an Bord und ein einmaliges UNO. Wir hatten Lachanfälle, verraten aber nicht warum. |
![]() |
||||
| 6. Tag, endlich Richtung Turfroute auch das Wetter spielte mit, sonnig und um 20 Grad. Pünktlich um 11.55 Uhr erreichten wir die Damsluis, die Einfahrt zur Turfroute. Die 15.- Euro sind eigentlich für diesen Service viel zu wenig. Keine Liegegebühren, keine anderen Abgaben, aber dafür sehr urig. Siesta in Appelscha (neue Anlegeplätze mit Strom und Wasser) In Oosterwoulde hatten wir nur ein Problem: unser Hund und die Preise. Beim Griechen ging es erst ab 15.- Euro los und Hunde mochte seine Katze nicht. Dafür gab es dann im ehemaligen Smak van Spa einen neuen Besitzer mit einer preiswerteren Speisekarte. |
![]() |
||||
| der 7. Tag führte uns in den für
uns schönsten Teil der Turfroute bis nach Gorredijk. Selbst das Wetter spielte mit, Sonne pur bei 22 Grad. insgesamt hatten wir 14 Brücken, davon 7 Selbst- bedienungsbrücken und 4 Schleusen. Langeweile kam also nicht auf. Die Schleuse von Wijneterp "kostete" uns 75 Min., da der Schleusenwärter auch für die Hemrikschleuse zuständig war. Zeitmäßig wurde es jetzt eng, aber das Zusammen- spiel des Bedienungspersonal war wie immer super. 2 davon erwarteten uns am Ortseingang von Gorredijk und machten zügig die Brücken auf und so erreichten wir pünktlich das Centrum des Örtchens. |
![]() |
||||
| der 8. Tag war auch unser
längster. Die Sonne lachte noch immer und Heeg sollte unser Ziel werden. In nur 45 Min. passierten wir unsere vorletztes "richtige" Schleuse und danach mussten wir einen Umweg fahren, da unser Boot für die Ortsdurch- fahrt von Aldeboarn nicht niedrig genug war. Aber auch die Buitenringvaart war schön. Spätestens ab der Herrenzijl Brücke konnten wir die Wasserkarten weglegen, denn ab hier kannte ich jede Welle. Da die Jelteslot Brücke durch ein Aquadukt ersetzt wurde, kamen wir noch am späten Nachmittag im Zielhafen an, der allerdings wegen eines Segler- treffens rappelvoll war. Dennoch ergatterten wir noch einen schönen Liegeplatz. Danke Havenmeester!!! Es folgte ein schöner Grillabend. |
|
||||
| der 9. Tag brachte nicht nur
Sonne, sondern einen sehr kurzen Trip nach Sloten. Aber vorher mussten wir durch die "Hölle" oder besser gesagt durch die erste Öffnung der Brücke in Woudsend. Kurz vor 13.00 Uhr lagen vor beiden Seiten ungefähr 30 Schiffe von groß bis klein und von Könnern, aber meistens Nichtkönnern. Jeder wollte der erste sein und hinter der Brücke war natürlich kein Platz. Der reinste Horror. Konsequenz: Führerscheinpflicht für alle. Das nichts passierte, war den Könnern zu verdanken und die anderen lachten nur und zeigte den Stinke... Sloten an BB wie immer festgemacht und Eis usw. |
![]() |
||||
| der 10. Tag ging nach Overijssel,
denn unser Ziel war Ossenzijl Das Wetter wechselte zwischen bedeckt und Niesel, na ja, Sonne hatten wir die letzten Tage genug. Das Tjeukemeer sorgte mal wieder für ein sauberes Vorschiff und die Echtenerbrugg für eine Über- raschung. Lt. Almanach hatte sie Siesta, aber der Brückenwärter entweder Langeweile oder er wollte den Tourismus fördern. Er zeigte überraschenderweise rot/grün und auch die nachfolgenden Automatikbrücken spielten mit. So erreichten wir früher als geplant Ossenzijl und gönnten uns im Urlaubszentrum de Kluft mal wieder Appelgebak. Das Wetter und der Monat Mai hatten auch ihre guten Seiten: keine Mücken |
![]() |
||||
| Einen Höhepunkt des Törns bildete dann am 11.
Tag die Durchfahrt durch die Kalenberger Gracht Sonne wollte uns dabei mit 22 Grad
unterstützen.
|
![]() unsere letzte "richtige" Schleuse |
||||
| Mit diesem 12. Tag sollte unser
Törn sich dem Ende nähern. Wir düsten mit 6 km/h zurück nach Ossenzijl, dann Richtung Steenwijk bis nach Woudsend. Das Positive vom Wetter: es war trocken, aber der Wind frischte auf Bft 4-5 auf. Unsere allerletzte Schleuse mit dem riesigen Hub von ca. 5 cm brachte nicht uns, aber andere wegen des Windes noch in Verlegenheit. Na ja, doch vielleicht mal über den Schein nachdenken?? In Woudsend den vielleicht letzten Liegeplatz außen an BB und der Wind drückte uns richtig ans Ufer. Gut, dass wir dicke Fender hatten. Weniger gut: 15.- Euro Liegegeld, ohne Strom und Wasser waren spitze auf unserem Törn. Der letzte Tag führte uns über Sneek zurück in den Heimathafen. Fazit: ein schöner Törn mit vielen neuen Ein- drücken.
|
![]() ein Rasenmäh "Roboter" |