Törn-/Bildbericht September 2006
die Elf-Städte-Tour, von denen wir "nur" 10 besuchen konnten. Aus Zeitmangel
haben wir Harlingen nicht besucht.


Der Vercharterer war Yacht Charter Urk ( ycu.nl ), der nicht nur ein passendes Schiff für 4 Erwachsene
hatte (eine Pedro Solano 33), sondern für unseren Törn die beste Ausgangsbasis bot, da drei der friesischen
Städte ( Stavoren, Hindeloopen und Workum ) direkt am Ijsselmeer lagen und wir sie bei gutem
Wetter am besten über das Ijsselmeer erreichen könnten.

Crew:

Inge und Klaus Behrens
Annette und Manfred Peters

Vorbesprechung brauchten wir eigentlich keine, also trafen wir uns nur kurz bei einem Griechen
zwecks Feinabstimmung:

Vorbesprechung

 


1. Tag von Urk über das Ijsselmeer nach Stavoren.
die Sonne lachte und heizte uns auf 24 Grad auf.


Bei schwachen Wind nahmen wir Kurs 310 und er-
reichten nach knapp 5 Stunden den Außenhafen,
die Marina Stavoren buiten.

Es sollte mit 21,2 SM
nicht die längsten Strecke gewesen sein.

Ijsselmeer.kurz hiner Urk
2. Tag von Stavoren nach Hindeloopen.

Bei gleichen Wetterbedingungen erreichten wir nach
1 !/2 Stunden den Binnenhafen und hatten sehr viel Glück,
denn wir konnten direkt an der Kaimauer des Ge-
meindehafen festmachen.

Kurze Zeit später lagen 5 Segelschiffe im Päckchen neben uns.


Dieses war mit SM 6,15 der kürzeste Schlag.

Gemeindehafen Hindeloopen
3. Tag von Hindeloopen über Workum nach Heeg.


Genau im  Tonnenstrich erreichten wir die Ansteuerungstonne
und nach einer halben Stunde die Schleuse von Workum und dann ging es gemütlich durch diese 3. friesische Stadt.


Über Flüssen und das Heegermeer erreichten wir
nach insgesamt knapp drei Stunden und SM 10,2
den Passantenhafen von Heeg.

Ortsdurchfahrt Workum
4. Tag Heeg - Flüssen - Parrega - Bolsward.


Der Wind war kaum zu spüren ( Bft 1-2) und die Sonne lacht bei "nur" noch 20 Grad..

Das Einzige was uns fehlte war Gas, obwohl der Vercharterer meinte
es müsse noch genug vorhanden sein.

Na ja, dies war der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.


Nach SM 12,3 und 3,5 Stunden Fahrt hatten wir uns
ein Eis verdient.

die neuen Liegeplätze in Bolsward
5. Tag, die Brückengeldtour ging von Bolsward über
Ijlst nach Sneek

Die Sonne lachte wieder bei
26 Grad und der Wind kam über Bft 2 auch nicht
hinaus.

Wir machten in Ijlst eine kleine Verschnaufpause ( schade, dass der Eisladen geschlossen war) und erreichten nach SM 8,9 und gut 3 Std. Sneek.


Unser "geliebtes" BB-Ufer war rappelvoll, aber Glück
muss man haben, denn direkt unter dem Waterport-
tor hatten wir jeden Menge Platz und auch einen
Stromanschluss.Annette und Inge wollten in die
Geschäfte und Klaus und ich entdeckten einen
super Eisladen. Die Mädels hatten nicht gefunden
und wir waren satt.

Liegeplatz Sneek
der 6. Tag war schon eher langweilig und führte uns nach Leeuwarden.

Wir entschlossen uns, da wir ja Zeit hatten, eine Abkürzung über Warten zu nehmen, damit wir nicht nur Kanal fahren mussten.

Von Warten führte uns der Weg dann bei etwas mehr Wind (Bft 4),
aber immer noch bei schönem Sonnenschein und nach ca. 5 Std. und SM 24,6 direkt nach Leeuwarden.


Auch hier war für Mitte September noch einiges los,
aber wir fanden dann doch noch einen schattigen Platz.

Ortsdurchfahrt Leeuwarden.
7. Tag, die für mich mit die schönste Strecke über
Birdaard über das Dokkumer Ee noch Dokkum

Bei unserem Glück fanden wir direkt unter der ersten
Mühle einen schönen Platz mit Stromanschluss.


Nach 4 Std. und SM 13,5 hatten wir uns in der
Waage eine Erfrischung verdient. Die Sonne lachte
noch bis in die Abendstunde und wir konnten draussen
Essen.

Dokkum.
der 8. Tag war für mich der langweiligste. SM 22,2
und 5 Stunden lange Kanalfahrt bis wir dann in
Franeker am BB-Ufer festmachen konnten.


Franeker ist für mich die schönste der friesischen Städte: nicht so klein wie Sloten, aber tolle alte Gebäude, einem schönen Rathaus und natürlich mal wieder Geschäfte gucken.

In Franeker haben wir mal wieder gegrillt, denn die Restaurantpreise haben es immer noch geschafft, dass wir manche Restaurants einfach ignoriert haben.


Wetter: Bft 3, bei 24 Grad in der Sonne

Franeker
der 9. Tag brachte mit SM 25,0 den längsten Abschnitt

Wir wollte über den Princenhof, dann weiter südlich durch das Kromme Ee nach Grou.


Der Himmel hatte sich bezogen und die ersten Pullover wurden angezogen, aber mit 24 Grad ging es gerade noch.

Nach 4,5 Stunden machten wir mitten in Grou an der Süderkade fest. Von hier aus entdeckten wir dann das Städtchen, indem wir bisher auf unseren Törns noch nicht waren.

Jetzt weis ich warum:


zumindest in der Nebensaison und bei bedecktem
Himmel sah Grou nicht nach dem Nabel der
Welt aus.

Grou. bei diesigem Wetter
der 10. Tag begann mit Einkauf und dann machten
wir uns bei bedecktem Himmel auf den Weg nach Sloten.

Als wir an Terherne vorbei kamen und in Richtung der "immer offen stehenden" Doppelschleuse fuhren, sahen wir ungewöhnlich viele Schiffe kreisen.

Der Grund: ein Teil der Schleuse war wegen Malerarbeiten gesperrt und so musste der gesamte Verkehr per Einbahnstrassen Regelung durch die Schleusenkammer gelotst werden.

In Sloten wie immer am StB-Ufer festgemacht und dann gingen wir in die -nach meiner Meinung- zweit schönste der ehemaligen friesische Städte.

Wir freuten uns schon auf eine besondere Eisdiele, aber die hatten Montag Ruhetag (wahrscheinlich mussten sie die
Einnahmen vom Wochenende zählen)

Also gegenüber in das Lokal und Cappuccino mit Appelgeback.
Insesamt SM 19,1 bei knapp 4 Stunden.

Sloten, die kleinste Stadt
der 11. Tag brachte uns über das Tjeukemeer nach Ossenzijl.

Hier ist wichtig die Brückenzeiten genau in den Törnplan einzuarbeiten und daher machte wir auf einer Insel des Tjeukemeeres Rast, damit wir dann
pünktlich um 13.00 Uhr die Echtenerbrugg passieren konnten.

Nach SM 15,0 und genau 5 Stunden erreichten wir dann nach einer Regenphase bei einigermassen schönen Wetter Ossenzijl.
Den Hafen kennen wir schon und so machten wir an einer der freien
Boxen unsere"Lucida" für die Nacht fest.


Anschließend gingen wir in das Urlaubszentrum "de Kruft" und genehmigten uns mal wieder: Kaffee mit Appelgebak.


Abendessen wie immer im "Stuitje", ein urgemütliches Eetcafe direkt an der Brücke. Leider konnten wir witterungsbedingt nicht in den Biergarten setzen.

Details im Rest. Stuitje
Einen Höhepunkt des Törns bildete dann am 12. Tag die Durchfahrt durch die Kalenberger Gracht

Sonne wollte uns dabei mit 22 Grad unterstützen.
Normalerweise legen wir nie den "Hebel auf den Tisch",
aber hier tuckerten wir so langsam durch, dass weniger
Rückwärts fahren geworden wäre.
Auch hier ist die Pausenregelung der Brücken sehr sorgfältig zu beachten, denn wenn man die Kalenberger Brücke nicht vor 12.00 Uhr schafft, kommt man sehr spät in Blokzijl an und die besten Liegeplätze wären "futsch".
Aber wir hatten Zeit und fuhren über den Wetering Richtung der Blockzijler Schleuse (Schleusen machen uns nach der Torfroute im letzten Jahr und der
in Urk) überhaupt keine Sorgen mehr oder wir lassen
es uns nicht anmerken).
Der Schleusenwärter bediente nur für uns die Schleuse und so kamen wir nach SM 10 und gut drei Stunden im Hafenkolk an. Wie immer fanden wir einen Platz mit Stromanschluss. Dann ging es ins Städtchen, genehmigten uns mal wieder Kaffe mit .....


Abends dann wie fast Immer UNO

Blokzijl by Night
Mit diesem 13. Tag sollte unser Törn enden und uns wieder in den Heimathafen bringen. Ein Blick auf das Barometer sagte uns stabiles Wetter voraus ( Bft 3) und Sonne um die 20 Grad.


Also buiten über das Zwarte Meer, dann das Ketel-
meer und ein kurzer Schlag über das Ijsselmeer und
nach SM 24,33 erreichten wir den Hafen von Urk.


Der Schleusenwärter sah uns und schaltete die Ampel auf rot/grün, aber 15 Minuten tat sich nichts. Wir hielten unsere Lucida an und sahen nur ein kleines Sportboot. Als wir dann endlich grün bekamen ahnten wir die
Störung: ein Fender trieb in der Kammer und sollte wohl geborgen werden.

Da wir die Schleuse ja schon kannten, wurden Handschuhe verteilt, denn die
senkrecht angebrachten Halteseile waren sehr dreckig und glitschig.Danach ein letztes Anlegemanöver:

rückwärts in die Box und mit Hilfe des Bugstrahl-
ruders schafften wir es im dritten Anlauf. Gut, dass
keiner zugesehen hatte.

Über das Schiff auspacken und alles in die Autos zu
verstauen (wieso haben wir hinterher immer mehr Ge-
päck als vorher Mädels?) muss ich ja wohl nicht mehr
berichten

Yachtcharter Urk.jpg (292574 Byte)

Datum

von

über

bis

Hafengeld

10 m/4 P.

Stunden

See

meilen

Wetter

9/ Sep/ 06

Urk

Ijsselmeer

Stavoren

18,80

4,37

21,20

Sonne, 24 Grad, Bft. 2-3

10/ Sep/ 06

Stavoren

Ijsselmeer

Hindeloopen

12,40

1,57

6,10

Sonne, 24 Grad, Bft. 2-3

11/ Sep/ 06

Hindeloopen

Ijsselmeer

Heeg

12,00

2,74

10,20

Sonne, 24 Grad, Bft. 2-4

12/ Sep/ 06

Heeg

Parrega

Bolsward

13,35

3,20

12,30

Sonne, 21 Grad, Bft. 2-3

13/ Sep/ 06

Bolsward

Ijlst

Sneek

8,50

2,80

8,90

Sonne, 26 Grad, Bft. 2-3

14/ Sep/ 06

Sneek

Warten

Leeuwarden

9,10

5,20

24,60

Sonne, 26 Grad, Bft. 3-4

15/ Sep/ 06

Leeuwarden

Birdaard

Dokkum

6,10

3,26

13,50

Sonne, 22 Grad, Bft. 3-4

16/ Sep/ 06

Dokkum

Leeuwarden

Franeker

10,00

4,96

22,20

Sonne, 24 Grad, Bft. 3-4

17/ Sep/ 06

Franeker

Warten

Grou(w)

9,80

4,59

25,00

heibiwo, 24 Grad, Bft 2-4

18/ Sep/ 06

Grou(w)

Heeg

Sloten

9,00

3,74

19,10

bedeckt, 22 Grad, Bft 2-3

19/ Sep/ 06

Sloten

Osselzijl

12,80

3,75

15,00

Regen/bedeckt, 20 Grad, Bft 4

20/ Sep/ 06

Ossenzijl

Kalenberg

Blokzijl

11,50

2,58

10,00

Sonne, 22 Grad, Bft 1-2

21/ Sep/ 06

Blokzijl

Ketelmeer

Urk

5,03

24,33

Sonne, 20 Grad, Bft. 3

133,35

47,79

212,43

Diesel

169 Ltr.

3,54 Ltr.

je Stunde

0,79 Ltr.

je SM